Juliane Gunser

Fritz

11. Jahrgang

 

Im Garten meiner Großeltern beginnt meine Karriere als Alles-Forscherin. Jeder Stein und jede noch so kleine Ameise wurde ausgiebig untersucht. Vom krabbelnden Käfer bis zum knatternden Hubschrauber entging nichts meinem Forscherblick. In der Waldorfschule und bei den Pfadfindern dominierte das Käfer-Interesse; und Fernsehen wurde zur verbotenen kostbaren Frucht.

Einige Jahre später hatte ich zwar immer noch keinen eignen Fernseher, aber eine sehr wichtige Aufgabe. In meinem Freiwilligen Sozialen Jahr wurde mir klar, dass ich gesellschaftlich mitmischen will. Klar war auch, dass es etwas Kommunikatives sein muss. Die logische Konsequenz: Französisch und Spanisch auf Lehramt.  Das Problem: immer noch kein Fernseher!

Um mich der verbotenen Frucht langsam zu nähern, studierte ich zusätzlich Publizistik-und Kommunikationswissenschaften. Und plötzlich war es klar: Journalismus! Ein Beruf, wie gemacht für eine Alles-Forscherin mit Sprachbegeisterung. Bestätigt hat sich das auch in meinem Auslandssemester in der französischen Schweiz (Fribourg). Eine Geschichte aufspüren, das Konzept schreiben, interviewen auf Französisch und selbst drehen und schneiden. Wahnsinn!

Selbst anpacken durfte ich auch als Assistentin bei der Abendschau und bei rbb Praxis. Planen, Organisieren, Kontrollieren, Recherchieren und immer live dabei sein. Ich lernte zur richtigen Zeit die Ruhe zu bewahren, entwickelte ein Gespür für Bilder und Inhalte und sammelte Erfahrungen mit Social Media. Mein Bauchgefühl war also richtig: Fernsehen ist super!

Als Volontärin der ems wünsche ich mir, noch tiefer einzutauchen. Ich möchte das journalistische Handwerk erlernen, um tolle Beiträge über Käfer, Hubschrauber und alles gesellschaftlich Relevante machen.