Fünf Fragen an Benjamin Denes

Was war die größte Herausforderung bei der Planung und Ausarbeitung der Open-Media-Trainings für den rbb?

Bei der Vorbereitung der Schulungen war sicherlich das Schwierigste, relativ frühzeitig zu entscheiden, wie lange wir in den Schulungen für die unterschiedlichen Software-Lösungen brauchen. Denn den "Interplay Assist" oder den "Aveco Web Client" kannten wir bisher auch aus anderen Projekten nicht.

Wie war die Zusammenarbeit mit zibb?

Beispielhaft! Wir haben sehr eng zusammen gearbeitet mit Redaktionsleiter Jens Riehle und den beiden Kollegen, die als A-User für die wichtigsten organisatorischen Fragen zuständig sind. Mittlerweile kennen wir die meisten der rund 100 zibb-Macher persönlich und beim Namen und es ist ein professionell-freundschaftliches Verhältnis da. So macht ein anspruchsvolles Projekt natürlich richtig Spaß.

Warum sind so viele ems-Absolventen beim Projekt dabei?

Da ist die ems gar nicht so dogmatisch. Der Vorteil unserer Absolventen: Sie sind alle technikaffine Journalistinnen und Journalisten. Und sie wissen, dass ein guter Workshop von der Balance aus Theorie und Praxis lebt.

Was sind die wichtigsten Vorteile von Open Media?

- Ich kann in Open Media jeden Objekttyp in einen anderen verändern: aus einem Kontakt ein Interview machen oder aus einer Agenturmeldung eine Moderation.

- Ich kann mir die Software über die Schublade "Eigenes" auf meine speziellen Nutzungsgewohnheiten anpassen,

- Sehr praktisch: Die Terminankündigungen der dpa wandern nun in eigene Kalender und müssen nicht mehr mühsam abgetippt und sortiert werden.

Wird Open Media den rbb weiterbringen?

Open Media ist meiner Meinung nach das beste Redaktionssystem für TV-Sender auf dem deutschsprachigen Markt. Auch für die Planung von Radiowellen wird die Software immer wichtiger. Der größte Vorteil für den rbb entsteht aus meiner Sicht dadurch, dass alle Bereiche (TV, Hörfunk, Online) mit einer gemeinsamen Software planen und produzieren. Dadurch wird die oft beschworene multimediale Zusammenarbeit auch faktisch möglich. Bis dahin muss der rbb aber noch einige Schritte gehen.