Mona Ruzicka

11. Jahrgang

 

In meinen ersten Artikel bei der Schülerzeitung habe ich mich über zu kurze Pausen und schlechtes Mensaessen aufgeregt. Im Praktikum bei einer Tageszeitung aber schnell gemerkt, dass guter Journalismus nicht bedeutet, die eigene Meinung möglichst laut kund zu tun. Sondern trotz der eigenen Meinung, einen möglichst ausgewogenen Blick zu behalten. Seither der Berufswunsch Journalistin, weil es einem die herrliche Freiheit gibt, sich mit vielfältigen, gesellschaftlich relevanten Themen zu beschäftigen. Die Motivation, damit Missstände aufklären und etwas verändern zu können, ist geblieben.

 

Nach dem Abitur 2013 bin ich aus der Nähe von Stuttgart nach Berlin gezogen. An der Freien Universität und für ein Semester in Istanbul habe ich Anthropologie und Publizistik studiert, mit Schwerpunkt auf Themen rund um Migration und Jugendkultur. Seitdem probiere ich, scheinbar merkwürdigen, kulturellen Auswüchsen von JunggesellInnenabschiede über Fußball-Ultras bis SektenanhängerInnen mit möglichst wenigen Vorurteilen zu begegnen und die Hintergründe zu verstehen.

 

Während dem Studium habe ich Praktika beim ZDF, im Welt Feuilleton und beim Onlineradio detektor.fm absolviert. Beim Uniradio CouchFM moderierte ich meine erste Sendung und fand die Liebe auch zum gesprochenen Wort. Außerdem habe ich frei für verschiedene Onlineseiten geschrieben. Diese Stationen haben mir beigebracht, immer verschiedene Plattformen mitzudenken und mich in kurzer Zeit in unterschiedliche Themen von Asylpolitik bis Popmusik einzuarbeiten. Als Werkstudentin bei rbb Online und ZEIT Online habe ich begeistert festgestellt, dass das Internet - richtig genutzt - nicht der Feind, sondern Freund des Journalismus ist. Wie ich Geschichte am besten abseits von starren Genre-Grenzen, Online und multimedial umsetzen kann ­- das lerne ich in den nächsten 20 Monaten an der ems.