Björn Tritschler

VJ für rbb Reporter und rbb zibb

3. Jahrgang

 

Seine Mutter hatte es nicht leicht mit ihm: Als Spätgeburt des Sommermonats Juli ’78 trat Björns sportliche Leidenschaft schon früh zu Tage, nämlich genau mit fünf Jahren, als er als kleiner Berliner Steppke mit seinem Kumpel vor eben jener Frau stand, um eine Unterschrift für die Mitgliedschaft im Fußballklub FZC Rudow einzufordern. Fußball also, dachte sie, ahnte nichts Gutes und unterschrieb trotzdem.

 

Nun sollte seine Begabung allerdings einer sportlichen Karriere im Wege stehen, weshalb er kurzerhand seiner Begeisterung fürs Schreiben und Texten nachging. Hierfür brauchte er zwar keine Unterschrift seiner Mutter, aber Gutes wollte sie noch immer nicht ahnen. Verständlich, waren seine Stationen scheinbar so klassisch wie brotlos: Der Mittleren Reife folgte Abitur, Zivildienst und Magisterstudium der Germanistik und Geschichte.

 

Nach einigen sonderbaren Ausblicken in die Welt der Werbung (Zweiter Platz in einem vom Tagesspiegel und Senat ausgeschriebenen Kommunikationswettbewerb sowie ein iMac als Praktikumsabschiedsgeschenk) reizte ihn dann aber die Journaille mehr und mehr.

 

Und auch der Sport verlangte nach seinem Recht, also ging es über die Studentenpostille „bus“ zu den Fußballern der „11Freunde“ und der Sportredaktion der „Berliner Zeitung“. Die freie Mitarbeit bei Letzterem und dem Reisemagazin „Seenland“, das Einbinden des Fußballs in seiner Magisterarbeit („Vergangenheitsbewältigung beim Deutschen Fußball-Bund“) und die Zusage für die ems versüßten ihm die letzte Studiumsphase – und ließen seine Mutter endlich Gutes ahnen.

 

Stationen nach dem Volontariat: rbb Fritz, ZiBB, rbb Sportredaktion

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