Bettina Meier

In freier Mitarbeit (u.a.: ARD Hauptstadtstudio, rbb, Hessischer Rundfunk, mdr)

5. Jahrgang

 

Als Hörfunkkorrespondentin in Brüssel für den Hessischen Rundfunk, den Rundfunk Berlin Brandenburg, Radio Bremen und Saarländischer Rundfunk habe ich einiges erlebt und bin tatsächlich in eine Situation geraten, auf die mich die ems nicht vorbereitet hat: Wie ich ein Interview mit einem Krokodil im Arm durchführe. Beim G20 Treffen in Australien hatte ich plötzlich statt einem Interviewpartner im Pressezentrum ein (zugegeben noch junges) Krokodil vor der Nase. „Damit die Journalisten auch die heimische Tierwelt kennenlernen“, sagte der Tierpfleger bevor wer mir das unglücklich schauende Tier in den Arm legte. Da stand ich nun und in der Nähe EU Vizepräsident Jyrki Katainen. Das Argument Krokodil im Arm hat gewirkt. Sofort bekam ich ein Einzelinterview mit dem EU Politiker. Die Taktik sollte man in jede Journalismusausbildung aufnehmen!

 

Was habe ich seit der ems Zeit noch erlebt? Ich habe für das rbb Inforadio aus Texas berichtet, wo ich zum Beispiel einige Wochen an der mexikanischen Grenze entlangfuhr, mit einem Waffennarr in der Wüste auf Patroullie ging, einen Tornadojäger begleitete oder  erfuhr, dass deutsche Raumfahrttechnik nicht nur im Brandenburger Wald, sondern auch in der Wildnis von Texas zur Brandbekämpfung eingesetzt wird. In Berlin arbeite ich nun wieder als Reporterin, Moderatorin und Wirtschaftsredakteurin, treffe bei Einsätzen im ARD Hauptstadtstudio Bundestagsabgeordnete, um sie zum Thema Datenschutz, Bundeswehr oder Haushaltspolitik zu befragen. Ich vertiefe mich auch gern in längere Reportagen. Die längste hat mich ein Jahr gekostet. Ein Jahr lang traf ich mich immer wieder mit jungen Einwanderern aus südeuropäischen Ländern, die wegen der Jugendarbeitslosigkeit nach Deutschland kamen.

 

Gearbeitet habe ich u.a. auch schon für BBC America, C-Span, National Public Radio. In Deutschland begann meine journalistische Laufbahn u.a. bei n-tv, Sächsische Zeitung und Uniradio Mephisto in Leipzig. Dort habe ich studiert, ging dann in die USA, um einen Master in Journalism and Public Affairs zu machen. Außerdem bin ich Diplom-Betriebswirt (BA), was mir immer noch als Reporter mit Wirtschaftsschwerpunkt nützlich ist.

 

Als Berlinerin, geboren 1980, habe ich die Wende am Checkpoint Charlie miterlebt. Von da an hat mich der Journalismus fasziniert – und bisheute nicht mehr losgelassen.