ems-Trainer Dominik Rzepka
ems-Trainer Dominik Rzepka

Die eigene Botschaft setzen. Debatten lenken. Meinung machen. "Nirgends passiert das so effektiv wie auf Twitter", sagt ems-Trainer Dominik Rzepka. Twitter sei perfekt geeignet für Framing, für das Setzen eines Rahmens, für die Deutung eines Ereignisses. Beispiel November 2015. Auf einem Flüchtligsgipfel beschließt die damalige Große Koalition Registrierzentren für Flüchtlinge.

Noch am Abend des Gipfels kämpfen Union und SPD um die Deutungshoheit. Und um Worte. "CDU-Politiker nennen die Registrierzentren Transitzonen, SPD-Politiker sprechen konsequent von Haftanstalten", sagt Rzepka, der an dem Abend für das ZDF über den Gipfel berichtet hat. 

Vor allem ein Tweet des damaligen SPD-Chefs Sigmar Gabriel setzt sich durch: "Transitzonen sind vom Tisch", twittert Gabriel - und räumt den Begriff des politischen Gegners ab. Gabriel erreicht mit seinem Tweet viele Meinungsmacher, auch andere SPD-Abgeordnete twittern Gabriels Worte. Am Schluss übernehmen viele Medien Gabriels Botschaft. Unter anderem ZEITonline

Strategie: Aufmerksamkeit durch Provokation

Für jeden Teilnehmer gibt es ein Lunchpaket
Für jeden Teilnehmer gibt es ein Lunchpaket

Wie Framing funktioniert, das sollten Politiker und Journalisten gleichermaßen wissen, sagt Rzepka. Gerade Journalisten sollten nicht jeden Frame wiederholen. Beispiel Münster. Anfang April fährt dort ein Auto in eine Menschenmenge, es gibt Tote. Durch einen Tweet bestimmt die AfD-Politikerin Beatrix von Storch die Schlagzeilen.

"Doch von Storchs Tweet hatte keinerlei nachrichtliche Relevanz", sagt Rzepka. "Er war der Versuch, die Deutungshoheit über das Ereignis zu gewinnen, durch Provokation Aufmerksamkeit zu erzeugen." Was das für Journalisten heißt? "Nicht berichten. Füße still halten. Weiter recherchieren", sagt er.

Teilnehmer aus der Praxis hören zu, bringen ihre Erfahrungen in die Diskussion ein, stellen Fragen. Etwa, wie Politiker glaubwürdig twittern. "Lunch and learn", die neue Fortbildungsreihe der ems, will genau diesen Austausch fördern. Eine Keynote von einem erfahrenen ems-Trainer aus der Praxis, ein offener Austausch - und dazu ein kostenloses Mittagessen. Jeder Teilnehmer bekommt ein ems-Lunchpaket mit Sandwich und frischem Obst.  

Erfolgreich posten lernen an der ems

ems-Trainer Teja Adams erklärt den neuen Newsfeed bei Facebook
ems-Trainer Teja Adams erklärt den neuen Newsfeed bei Facebook

Beim ersten "Lunch and learn" Anfang April zeigt ems-Trainer Teja Adams, worauf es bei einem erfolgreichen Facebook-Post ankommt. Adams trainert seit Jahren an der ems und erstellt Postings für die Social Media-Kanäle der tagesschau, unter anderem auf Facebook. Er bringt den Teilnehmern aktuelle Zahlen zur Social Media-Nutzung in Deutschland mit. Und auch wenn Instagram wichtiger werde: "Facebook ist schon immer noch sehr relevant", sagt er.

Auch während seiner kostenlosen Keynote stellen die Teilnehmer Fragen, diskutieren, berichten aus ihrer Praxis. Ob es sich überhaupt noch lohnt, eine Unternehmensseite auf Facebook zu erstellen? Wie man mit einem Shitstorm umgeht. Und was die nächsten Schritte sind, nachdem die Social Media-Strategie für das Unternehmen einmal entwickelt ist. Fragen, die Vertiefung verdienen. Adams lädt die Teilnehmer ein zu den offenen Trainings an der ems, bei denen Teilnehmer etwa ihre Social Media-Strategie schärfen und ihre Posts überarbeiten können. 

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