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Mikro, Kamera, Action – Volo-Update #3 

Mikro, Kamera, Action – Volo-Update #3 

Unterwegs mit einem Meteoritenjäger, mit dem Nachtzug bis nach Paris und vor Ort bei Bürgerdialogen der AfD: Nach einem halben Jahr intensiver Ausbildung an der ems ging es für uns Volos endlich in unsere Video-Praxisstationen. Hier blicken wir auf die vergangenen zwei Monate zurück. 

Von Clara Haferkamp und Melda Özsoy 

Die Video-Praxisstation war für unseren 15. Volo-Jahrgang die erste von insgesamt vier Praxisstationen während des gesamten Volos. Von lokalen Geschichten aus Brandenburger Dörfern bis hin zu großen Recherchen über die europäische Rechte in Budapest durften wir uns knapp zwei Monate lang in richtig echten Redaktionen ordentlich ausprobieren. Viele von uns haben diese Station in rbb-Redaktionen verbracht, andere haben (zum ersten Mal) Privatfernsehen-Luft geschnuppert.

Hätte man Clara vor dem Volo gefragt, ob sie in einer Social Media Redaktion arbeiten will, sie hätte nein gesagt. Im Volo hat Clara dann aber gelernt, dass Online-Journalismus ziemlich cool sein kann und wie gerne sie als MoJo arbeitet. Ab zu rbb24 Social Video also! Hier konnte Clara in einer Redaktion voller ems-Absolvent:innen richtig viel ausprobieren: Von MoJo-Videos für die Social-Kanäle, Drehkonzepten und Recherchen für das rbb-YouTube-Format explorer oder eine längere Recherche zu den Versorgungsproblemen von ME/CFS Patient:innen – crossmedial als Video und Onlineartikel.  

Für Tom ging es zum ARD-Politikmagazin Kontraste nach Berlin – gereist ist er dafür aber weit über die Berliner Landesgrenze hinweg. In Sachsen-Anhalt hat Tom zu Bürgerdialogen der AfD-Landtagsfraktion recherchiert und in Ungarn war er für eine Recherche bei der First Patriots Grand Assembly – einer Wahlkampfveranstaltung im Herzen Budapests, bei der unter anderem Marine Le Pen, Matteo Salvini und Herbert Kickl die Werbetrommel für Viktor Orban gerührt haben.

José hat in der Abendschau-Redaktion gezeigt, was er als VJ draufhat – oder war mit Drehteam in Berlin unterwegs: zum Beispiel beim Girls Day und einem Seniorenschwimmkurs. José hat sich mit digitaler Gewalt gegen Frauen, der Sicherheit von E-Scootern und der Debatte um ein Social-Media-Verbot beschäftigt. Vor allem ein Dreh ist José dabei in Erinnerung geblieben: “Für meine Lieblingsgeschichte war ich in einem Gemeinschaftsgarten für geflüchtete Frauen, die sich trotz Krieg und Verfolgung einen Ort des Heilens aufgebaut haben.” 

Wie man private und berufliche Interessen zusammenbringt, das hat Alessandro in seiner Praxisstation beim rbb Verbrauchermagazin Super.Markt mit Bravour gezeigt. Als Zug-Fan hat er eine Reportage über Nachtzüge gedreht – und stand als Reporter vor der Kamera. Was Alessandro dabei gelernt hat: Selbst die beste Vorbereitung macht so einen Dreh nicht vorhersehbar: “Nach genauer Vorbereitung sind ich und mein VJ optimistisch losgezogen und mussten das ganze Skript aus dem Fenster werfen. Die Zugfahrt lief überhaupt nicht so wie geplant. Ob ich überhaupt in Paris angekommen bin, verrate ich nicht! Dafür muss der Beitrag in der Mediathek angeschaut werden.”  

Bietet die ems jetzt auch eine Praxisstation beim Rettungsdienst? Könnte man meinen, wenn man Fynn in den letzten Tagen in Hamburg gesehen hat. Dort war er nämlich mit einem Intensivtransport unterwegs. Aber Fynn hat nicht spontan den Job gewechselt, sondern für Spiegel TV die Crew eines Rettungswagens bei ihrer Arbeit begleitet. Als VJ in so einem dynamischen und sensiblen Umfeld zu drehen, war auf jeden Fall nicht einfach, aber mit viel Vorrecherche und jede Menge GoPros hat’s geklappt. 

Quelle: rbb

Melda war bei rbb GESUND und hat dort gelernt, dass Protagonist:innen zwar gerne kurzfristig abspringen, es am Ende aber irgendwie doch immer eine Lösung gibt. Für ihren Beitrag “Rauchfrei durch Hypnose” war sie live bei einer Hypnose dabei. Ob’s geklappt hat? Hier geht es zum Beitrag (gibt’s auch als Radiostück). Ihr größtes Learning: mutig sein, sich einbringen und einfach (weiter)machen. 

Was aussieht aus wie Naturdoku drehen, war Samuels Praktikum im rbb Regionalstudio Frankfurt (Oder). Zu allen möglichen nachrichtlichen Themen aus Ostbrandenburg war Samuel als Reporter unterwegs: von einer illegalen Cannabisplantage, die in einem kleinen Ort gefunden wurde, über Trinkwasserverschmutzung in Briesen bis hin zu Windenergieprojekten – Samuel war überall dabei. 

Für Frederike ging es, nach vielen Jahren Erfahrung sammeln beim ÖRR, ab in die Unterhaltung im Privatfernsehen. Bei der Produktionsfirma FloridaTV durfte sie im Studioteam von Experte für Alles mitarbeiten. Die Aufgabe: Aktionen ausdenken, die dann in der Show mit den Gästen gemacht werden. Sätze wie: “Frederike, hat sich der Steinschleuderer schon final zurückgemeldet? Wenn ja, mach den mal fest!”, waren daher ganz normaler Alltag. 

 

Seval hat bei Reuters unter anderem Bundespressekonferenzen mit dem Innenminister begleitet und den Geburtstag der weltweit ältesten Gorilladame in einem Zoo hinter der Kamera gefeiert – die gesamte Bandbreite weltpolitischer Themen also. 

Wenn einer von uns in die Redaktion von rbb-Sport gehört, dann unser aller Lieblingsfußballer Simeon. Am Fußball hatte er vor dem Praktikum vor allem Interesse. Umso schöner war es, dass er in der Sportredaktion kaum mit Fußball in Berührung kam. Stattdessen hat er über viele Randsportarten berichtet und gemerkt, wie viel (mehr) Spaß das macht. Besonders haben ihn Portraits von Sportler:innen fasziniert, “weil man durch den Sport den Personen sehr nah kommen kann”, sagt Simeon.  

Maggi ist für Brandenburg aktuell mit dem Kamerarucksack durch halb Brandenburg getingelt. Kameramensch und Tonperson? Fehlanzeige. Kein Problem für Maggi. Lieblingsmoment: „Hallo, wir sind verabredet, ich bin hier fürs rbb Fernsehen…ja genau, nur ich…“

 

Justus hat es nicht weit von der ems wegverschlagen – er kam in der rbb-Redaktion Der Tag in Potsdam unter. Raus durfte er da aber natürlich trotzdem: zum Beispiel nach Konstanz, um einen Meteoritenjäger bei seiner Suche zu begleiten. 

Was wir aus diesen zwei Monaten mitnehmen, ist vor allem mehr Sicherheit mit der Kamera, im Schnitt und im Umgang mit Technik, aber auch mehr Selbstbewusstsein in Redaktionskonferenzen und im Umgang mit Protagonist:innen. Gleichzeitig haben wir gelernt, wie oft Dinge nicht nach Plan laufen und wie wichtig es ist, flexibel zu bleiben. Ausprobieren, scheitern, neu ansetzen und am Ende trotzdem einen fertigen Beitrag abgeben und stolz darauf sein.  

Nach zwei Monaten Video-Praxisstation stürzen wir uns jetzt ins nächste Abenteuer: Der Audioblock beginnt! Acht Wochen Training rund um Podcast, Radio und Moderation. Und am Ende, wie immer: Ein gemeinsames Abschlussprojekt – wir sind gespannt!